Ösophagus

Die Zuordnung der regionären Lymphknoten zu zervikalem und intrathorakalem Ösophagus wurde definiert, sonst keine Änderungen.

Magen

Das Stadium T2 wird stratifiziert:

Die Infiltration des Lig. gastrocolicum, Lig. hepatogastricum oder des großen oder kleinen Netzes wird bei kontinuierlicher Infiltration nach T2b klassifiziert, bei Serosapenetration nach T3. Diese Strukturen gelten somit nicht als benachbarte Strukturen im Sinne der Definition für das T4-Stadium.

Kontinuierliche Infiltrate ins Duodenum oder den Ösophagus werden entsprechend der Tiefeninfiltration nach T1 bis T3 klassifiziert.

Dünndarm

Keine Änderungen.

Kolon und Rektum

Für die Unterregionen des Kolons werden die regionären Lymphknoten genauer definiert. Tumorferne perikolische Lymphknotenmetastasen können so als Fernmetastasierung gewertet werden.

Neudefiniert wurde Wertung kleiner Tumorknoten im perikolischen Fettgewebe: Entscheidendes Kriterium ist jetzt die Kontur und nicht mehr die Größe:
Glatt konturierte Knoten werden als Lymphknotenmetastase gewertet, unregelmäßig konturierte Knoten gehen sowohl in das T-Stadium (T3) als auch in das V-Stadium (Veneninvasion, V1 oder V2, wenn das Knötchen makroskopisch sichtbar ist).

Ein Tumor, der makroskopisch an anderen Organen oder Strukturen adhärent ist, wird klinisch nach T4 klassifiziert. Wenn aber bei der histologischen Untersuchung kein Tumor in der Adhäsion nachweisbar ist (sich die Adhäsion also als entzündlich bedingt darstellt) wird der Tumor nach pT3 klassifiziert.

Analkanal

Die direkte Infiltration in die Rektumwand, die perirektale Haut und Subcutis oder der Sphinktermuskulatur wird nicht als T4 klassifisiert.

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Dr. A. Turzynski
Gemeinschaftspraxis
Pathologie
Lübeck