• Gemeinschaftspraxis für Pathologie Lübeck - Tel-Nr.: 0451-78511

In die therapeutischen Entscheidungen fließt die histologische Diagnostik des Pathologen entscheidend ein, vielfach entscheidet gerade die histologische Diagnose die weitere Therapie des Patienten. Deshalb ist die Rückkopplung zwischen Kliniker und Pathologen aber auch die Rückkopplung zwischen Pathologen wichtig. Die Gemeinschaftspraxis fühlt sich der intra- und interdisziplinären Zusammenarbeit verpflichtet und fördert diese auf verscheidenen Ebenen.

Innerhalb der Praxis gehört die Doppelbefundung, das Vier-, bzw. Sechs-Augen-Prinzip zum festen Bestandteil der täglichen Arbeit. Gerade die intrainstitutionelle Falldiskussion zwischen Fachärzten fördert die Ergebnisqualität erheblich und macht im übrigen noch Spaß. Hierdurch wird auch eine homogene Beurteilung der Befunde durch die einzelnen Praxispartner sichergestellt.

Disease Management Programm “Brustkrebs”

Wesentliche Anstrengungen haben wir in den letzten Jahren unternommen, uns an den verschiedenen strukturierten Versorgungsprogrammen zu beteiligen und diese vor Ort zu fördern. Hierzu gehören das Disease-Management-Programm (DMP) “Brustkrebs”, das kurative Mammografie-Programm “Qualitätsgesicherteuppen Mammadiagnostik (”QuaMaDi”) und die Beteiligung am bundesweiten Mammografie-Screening in der Screening-Region südöstliches Schleswig-Holstein Im Rahmen des DMP Brustkrebs sind wir an zwei Brustzentren beteiligt: Brustzentrum Ostholstein und Brustzentrum Herzogtum Lauenbur. g Elemente der interdisziplinären Zusammenarbeit sind hier wöchentliche prä- und postoperative Konferenzen unter Beteiligung des Operateurs, eines Onkologen, eines Strahlentherapeuten und des Pathologen als Kernfächer der perioperativen Behandlung des Mammakarzinoms.

QuaMaDi

Das Mammografie-Programm “Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik” (QuaMaDi) ist ein Schleswig-Holstein-spezifisches Programm. Es richtet im Rahmen der so genannten kurativen Mammografie an Frauen aller Altersgruppen mit mammaspezifischen Symptomen (Tastbefund, Mamillensekretion, Hautveränderungen etc.). Die Mammografien werden innerhalb dieses Programms unabhängig doppelbefundet. Nach übereinstimmender Doppelbefundung, werden suspekte Herde einer weiteren histologischen Klärung zugeführt. Dies erfolgt durch Stanzbiopsien mithilfe der Hochgeschwindigkeitsstanze oder für den Anteil der Patientinnen mit suspekten Mikrokalk durch eine Vakuumbiopsie. Zytologische Untersuchungen der Brust spielen – wie auch im Mammografie-Screening – aufgrund der deutlich unterlegenen Sensitivität und Spezifität aber auch wegen prinzipieller methodischer Einschränkungen (fehlende Unterscheidbarkeit zwischen invasiven und nicht-invasiven Veränderungen) keine Rolle. Die Histologie wird derzeit bei Vorliegen bestimmter Kriterien einer Zweitbefundung unterzogen. Wir sind ermächtigt, die histologischen Untersuchungen Im Rahmen von QuaMaDi durchzuführen.

Mammografie-Sreening

Das bundesweite Mammografie-Screening-Programm richtet sich an symptomlose Frauen in einem Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Im Gegensatz zu QuaMaDi ist dies ein Früherkennunungsprogramm, bei dem es darum geht, Brustkrebs und insbesondere Vorläuferläsionen schon frühen Stadien zu entdecken und so die Heilungschancen zu erhöhen. Das bundesweite Mammografie-Screening-Programm ist regional strukturiert. Bundesweit werden bis 2007 ca. 80 Screening-Einheiten, die jeweils von einem Programm-verantwortlichen Arzt (PVA) geleitet werden, an den Start gehen. In Schleswig-Holstein werden 4 Einheiten eingerichtet. Frauen in der o.a. Altersgruppe werden aufgrund von Meldedaten alle zwei Jahre persönlich zum Screening eingeladen. Frauen, die evtl. zum Zeitpunkt der Einladung brustspezifische Symptome (siehe oben), werden gebeten sich direkt an ihren behandelnden Arzt, bzw. Gynäkologen zu wenden. Frauen mit Brustkrebs in der Vorgeschichte unterliegen im Rahmen der onkologischen Nachsorge einer weiteren Beobachtung und sind deshalb nicht für das Mammografie-Screening geeignet. Die Mammagrafien werden auch in diesem Programm unabhängig doppelbefundet. Auffällige Mammografien werden in wöchentlichen Konferenzen, an denen die beteiligten Radiologen, Gynäkologen und Pathologen der Screening-Einheit teilnehmen, besprochen und das weitere Vorgehen (histologische Abklärung) beschlossen.
Die Gemeinschaftspraxis ist der Kooperationspartner für die Pathologie für die Screening-Einheit “Südöstliches Schleswig-Holstein”.

Interdisziplinärer Onkologischer Qualitätszirkel Lübeck

Der Interdisziplinäre Onkologische Qualitätszirkel Lübeck wird seit 2004 viermal jährlich von unserer Praxis ausgerichtet. Moderator ist Dr. Turzynski. Er richtet sich an onkologisch tätige niedergelassenen Ärzte in Lübeck und Umgebung. Der Qualitätszirkel ist bei der kassenärztlichen Vereinigung akkreditiert.

Vereinigung Hamburger und Schleswig-Holsteiner Pathologen

Die Vereinigung Hamburger und Schleswig-Holsteiner Pathologen ist aus dem Verein Hamburger Pathologen hervorgegangen. Ziel ist die regelmäßige regionale Fortbildung. Die Fortbildung erfolgt fallbezogen anhand von Fällen aus dem Eingangsgut der beteiligten Pathologen. Prof. Dr. Gocht ist Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins.