TNM 2003 – die Neuerungen

Die TNM-Klassifikation ist mittlerweile ca. 45 Jahre alt und spielt in der Diagnostik und Therapie solider maligner Tumoren eine ganz zentrale Rolle. Jede pathologische Malignitätsdiagnose erlangt erst durch eine Verschlüsselung auch nach der TNM-Klassifikation Vollständigkeit. Die TNM-Klassifikation bildet die Grundlage für die weitere onkologische Behandlung entsprechend Konsensus-Leitlinien oder aktueller Studien. Dieses schließt ein, dass die Klassifikation in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird und neuen Erkenntnissen angepasst wird. Dieses erfolgt durch ein internationales und interdisziplinäres Gremium unter dem Dach der IUCC. Mit dem Jahresbeginn 2003 gilt nunmehr die 6. Auflage des TNM-Atlas.

Vorab: es gibt keine tief greifenden Veränderungen, die aktuelle Auflage stellt eine Fortschreibung dar. Was jetzt (2002) richtig ist, wird 2003 nicht grundlegend falsch werden.

Es wurden die generellen Klassifikationsprinzipien (T0 bis T4; N1 bis maximal N3, M0 oder M1 und G1 bis G4) beibehalten. Bestimmte Veränderungen bei Tumoren werden aber nun anders gewertet, bestimmte höhergradige Tumorstadien wurden weiter stratifiziert und einzelne Unterteilungen in den Hauptgruppen neu definiert. Der Atlas ist nach primärer Tumorlokalisation sortiert. Nachfolgend sind die wesentlichen Änderungen aufgeführt. (AT)

 

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Dr. A. Turzynski
Gemeinschaftspraxis
Pathologie
Lübeck